Hier finden Sie wichtige Tipps und Infos zu den einzelnen Bereichen.

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Generell

Es gibt unzählige Variationen von Futterstellen und Vogeltränken. 

Nistkasten Handfeger, Kehrschaufel

Ein wichtiger Tipp gilt jedoch für alle: 

bitte regelmäßig reinigen! 

Dann bleiben die Vögel gesund.

Am Besten täglich kontrollieren, und „groben“ Schmutz bzw. Kot entfernen, bevor man Futter/frisches Wasser nachfüllt!

Futterhäuschen/Futterstellen

Hier bitte einen Platz wählen, der den Vögeln einen guten Überblick garantiert, und gleichzeitig Räubern keine Versteckmöglichkeit bietet. Je nach Modell ist es auch sinnvoll eine wetter-abseitige Stelle zu wählen, damit das Futter trocken bleibt. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Futterhäuschen leicht zu säubern ist!

Futterhaus aufgeklappt
Für die Reinigung einfach Klappe auf:-)

Wir haben dafür auch unsere alten Häuschen „modernisiert“ und den Boden hier nachträglich mit Scharnieren befestigt. So kann dieser zum Reinigen leicht und bequem heruntergeklappt werden. Zusätzlich kann durch die entstandenen kleinen Spalten Wasser ablaufen, falls nötig. Nach dem Reinigen wird der Boden einfach wieder hochgeklappt.  Gehalten wird der Boden dann durch eine Schraube, die durch die entsprechende Öffnung an der Seitenwand gesteckt wird.

Ansonsten bieten sich natürlich Futtersäulen bzw. Futtersilos für die Fütterung an. Diese sind ebenfalls in jeder Hinsicht einfach zu handhaben und das Futter bleibt sauber und trocken.

Die Vogelwelt braucht wirklich unsere Hilfe!

Ihre Lebensräume werden durch Abholzung, Besiedlung, aber auch durch konventionelle, massive landwirtschaftliche Nutzung (mit Pestiziden usw.) immer weniger und die Nahrung knapper. Doch nur wenn genügend energiereiches Futter vorhanden ist, können unsere Wildvögel die kalten Winter überstehen. Und auch in Frühling und Sommer benötigen unsere gefiederten Freunde viel Energie, denn sie sind jetzt sehr aktiv. Die Suche nach einem Partner, nach einem Nistplatz, der Nestbau, die Brutzeit und natürlich  die Aufzucht der Jungvögel ist anstrengend und macht hungrig. Wir füttern deshalb seit Jahren ganzjährig. Auch immer mehr Experten raten dazu! Frühere Warnungen diesbezüglich wurden von Wissenschaftlern schon lange entkräftet. Mit unseren Tipps und Infos möchten wir sehr gerne dazu beitragen, diese wunderbaren Geschöpfe zu unterstützen.

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Das Futter

sollte allerdings den Jahreszeiten angepasst werden. Während der kalten Jahreszeit ist fetthaltiges Futter wichtig. Ergänzend bieten sich zum Beispiel Meisenringe,  Nusszapfen  und Meisenknödel an.  In Frühjahr und Sommer wird dann vor allem Eiweiß benötigt.  Im Handel gibt es für alle Jahreszeiten entsprechende Futtermischungen und Knödelvariationen. Einige  Futtermischungen gibt es auch bereits schalenfrei zu kaufen. 

Menschen die unter Pollen-Allergien oder Asthma leiden, sollten generell zu ambrosia-kontrollierter Ware greifen!

Natürlich kann man auch eine eigene Mischung zusammenstellen. Mit Sonnenblumenkernen, Haferflocken und Erdnüssen kann man glücklicherweise kaum etwas falsch machen. Um für den Winter den Fettgehalt zu erhöhen, gibt es einen simplen Trick: einfach die Haferflocken in warmes Sonnenblumenöl geben, damit sich die Flocken vollsaugen können.

Alle unsere Gartengäste mögen übrigens am liebsten (gehackte) Erdnüsse! ♥

Bei den Meisenködeln ist es besser einen entsprechenden Halter zu verwenden. Diese sind für die Vögel angenehmer, und sie können sich nicht an den Füßchen verletzen.  Ein weiterer wichtiger Punkt: zusätzlicher Plastik-Müll wird hier vermieden. Und das Netz landet nicht versehentlich im Magen anderer, größerer Tiere.

Wer möchte, kann seine Futterknödel ebenfalls selbst „basteln“. Beispielsweise einfach flüssiges Kokosfett mit Sonnenblumenkernen und Erdnuss-Bruch vermischen. Dann zu Knödeln formen und wieder erkalten lassen. Auch Zutaten wie gehackte Haselnüsse, Walnüsse, Weizenkleie, oder Sämereien wie Futterhirse bieten sich als Beimischung an. Je nach Jahreszeit kann man noch Haferflocken, Rosinen und andere getrocknete Beeren oder Insekten beigeben.

Dass man jedoch keine Essensreste verfüttern sollte, versteht sich von selbst. Egal ob gebraten oder gekocht, ob gezuckert, gewürzt oder gesalzen. Auch Brot ist ungeeignet.

Futtertisch, Futterplatz, Vivara
Kombi-Futtertisch

Einige Vogelarten wie Amseln suchen ihre Nahrung übrigens am liebsten am Boden. Sie fliegen kaum Futterhäuschen, Meisenknödel o.ä. an. Wir verstreuen deshalb ebenfalls Futter einfach in die Wiese/den Rasen und in die Hecken. Es gibt aber auch sogenannte Futtertische in unterschiedlichen Größen und Varianten zu kaufen. Diese dann bitte ebenfalls an einer für die Vögel übersichtlichen Stelle platzieren.

Wir persönlich verzichten bei  Futtersäulen und -haltern gerne auf eine mögliche Auffangschale. So bekommen eben diese Vogelarten auch noch etwas vom Futter ab.  Natürlich ist dies jedem selbst überlassen, und je nach Standort kann eine solche Schale auch sinnvoll sein.

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 Vogeltränken/Vogelbad

Wasserstellen sollten in keinem Garten fehlen!

Möchte man unseren gefiederten Freunden eine besonders große Freude machen, einfach eine Schale mit größerem Durchmesser wählen. Diese dient nicht nur als Tränke, sondern wird gleichzeitig auch sehr gerne und oft als Vogelbad genutzt. So ein Bad ist nämlich nicht nur eine tolle Erfrischung, sondern sehr wichtig für die Pflege des Gefieders.

Während des Sommers ist es oft nötig, täglich Wasser nachzufüllen. Am besten eignet sich natürlich Regenwasser.

Möchte man auch im Winter den Vögeln diese Möglichkeit geben, gibt es im Handel spezielle Frostfrei-Lösungen für Vogelbäder. Diese sind für Tiere und Kinder unbedenklich. Man sollte allerdings, abhängig von der Temperatur, auf die Dosierung achten. Zudem sind diese Mittel meist blau. Zuviel davon im Wasser schreckt manche Vögel ab. Dies konnte ich selbst beobachten.  

Die beste Möglichkeit, um das Gefrieren des Wassers zu verhindern ist natürlich Wärme. Wir haben dafür einen Pflanzstein genommen, und eine Dauerbrenner-Kerze hinein gestellt. Die Wasserschale einfach auf den Pflanzstein platzieren, und einen kleinen Spalt für die Luftzufuhr offen lassen. Fertig:-) Der Pflanzstein sollte hier natürlich etwas höher als die Kerze sein. Und für diese Frostfrei-Variante dann keine Plastikschale, sondern besser ein Tongefäß o.ä. verwenden.

Ebenfalls aus eigener Erfahrung kann ich auch folgende, einfache Alternative anbieten: Wenn kein Wasser verfügbar ist, „baden“ Vögel auch gerne in leichter, sandiger/trockener Erde. Ein größerer, befüllter Blumentopf (mit ca 40 cm Durchmesser) reicht aus. Diesen dann einfach an einen überdachten und für die Vögel übersichtlichen Platz stellen.

Generell sollten auch alle Wasserstellen so platziert werden, dass die Vögel schon frühzeitig erkennen können, ob Gefahr droht.

Warnvögel-Aufkleber, Vivara
Beispiel: Warnvögel

Wenn dabei auch auf einen ausreichenden Abstand zu Glasflächen wie Fenstern geachtet wird, erhöht sich zusätzlich die Sicherheit für die Piepmätze.  Möchte man sichergehen und Vogelschlag vermeiden, gibt es auch sogenannte Warnvögel-Aufkleber in verschiedenen Größen und Varianten zu kaufen

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Nistkästen/Nisthilfen 

Wenn man unseren gefiederten Freunden helfen möchte, ist ein Nistkasten bzw. eine Nisthilfe eine tolle Möglichkeit. Da es auch in der Vogelwelt unterschiedliche Vorlieben gibt, sollte man zuerst darüber nachdenken, welche Vogelart(en) man gerne unterstützen möchte. Dementsprechend sind die Innenmaße und die Größe des Einflugloches wichtig. Für Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise sollte der Durchmesser der Flugöffnung circa 2,6 – 2,8 cm betragen. Für Kohlmeise und Kleiber 3,2 cm. Möchte man Sperlinge anlocken, wird ein Durchmesser von 3,6 cm benötigt, für Stare sogar 4,5 cm. 

Für das Bau-Projekt sollte man geeignete, witterungsbeständige Holzarten wie Fichte, Eiche oder Lärche wählen. Völlig ungeeignet sind dagegen Spanplatten oder Sperrholz.

Die Brettstärke sollte 2 cm betragen.

Möchte man das fertige Werk noch farblich gestalten, empfehle ich Acrylfarben. Diese riechen nicht so stark, und sind ungefährlich für Vögel. Wichtig dabei ist allerdings, dass der Anstrich vollkommen durchgetrocknet sein muss, bevor man das Kunstwerk platziert!

Die Brutsaison beginnt ab März. Die Nisthilfen deshalb frühzeitig, wenn möglich schon im vorigen Herbst befestigen. Ist kein Baum vorhanden, bieten sich auch wetter-abseitige Gebäudewände an. Natürlich sollte man dabei weder den Baum langfristig verletzen, noch die Wand stark beschädigen. Wichtig ist auch hier, auf den richtigen Standort zu achten, damit der Nachwuchs vor Räubern und Nässe geschützt ist. Der Nistkasten sollte in einer Höhe von 2 – 4 Metern angebracht werden, und dabei in Richtung Osten/Südosten zeigen. Durch eine leichte Ausrichtung zum Boden hin wird zusätzlich vermieden, dass Regen ins Innere laufen kann. Manche Vogelarten wie Sperlinge oder Schwalben brüten gerne in Gesellschaft. Hier also mehrere „Häuser“ direkt nebeneinander hängen.

Natürlich sollte man auch Vogelhäuser jährlich säubern! Idealerweise im Spätsommer oder Herbst. Dabei keinesfalls chemische Reiniger oder Desinfektionsmittel verwenden! Den Nistkasten einfach gründlich ausfegen, um mögliche Parasiten zu entfernen. Falls nötig, noch mit heißem Wasser ausspülen. Danach jedoch gut trocknen lassen!

Und: Nistkästen werden nach der Brutsaison gerne von anderen Tieren wie z.B. Siebenschläfer oder Haselmaus bezogen. Vorher also kurz anklopfen, damit der Untermieter die Möglichkeit hat, seinen Unterschlupf zu verlassen.

Manche Vogelarten wie Gartenrotschwanz und Hausrotschwanz bevorzugen eher Halbhöhlen.

Tipps und Infos, Nisttasche, Nisthilfe für Freibrüter, Vivara
Vogelstube für Kleinvögel

Amseln, Rotkehlchen, Buchfink und Zaunkönig zählen zu den sogenannten Freibrütern. Sie suchen überwiegend in Bäumen, Sträuchern, Hecken oder Rankpflanzen wie Efeu geeignete Plätze. Je dichter die Hecke oder ein Strauch, um so besser. Selbstgebundene „Nisttaschen“ aus biegsamen Zweigen wie Kiefer oder Ginster, sind eine zusätzliche Unterstützung. Alternativ sind auch für Freibrüter unterschiedliche Varianten von Nisthilfen im Handel erhältlich. Ein locker geschichteter Reisighaufen in einer geschützten Ecke wird ebenfalls gerne angenommen.  Ebenso bieten tote Bäume oder morsches Holz Raum für Nisthöhlen. Generell ist es sinnvoll, zumindest eine „wilde Ecke“ im Garten stehen zu lassen. Hier wird vollständig auf Chemie verzichtet und es dürfen auch Wildsträucher und Wildkräuter stehen bleiben. Statt häufig gemähtem Rasen darf ein Stück Wiese mit Blumen gedeihen. Gerne können Sie hier nachhelfen und einheimische Wildblumen säen. Diese locken nützliche Insekten, und damit auch Vögel an. Gleichzeitig hübsch und für die Vögel hilfreich sind zudem begrünte Hauswände.

Die Tipps und Infos auf dieser Seite werden nach und nach ergänzt. 

Die aufgeführten Vogelarten sind nur einige Beispiele. 

Weiterführende, umfassende Tipps und Infos zum Thema Vogelschutz finden Sie unter anderem bei  LBV,  NABU oder BUND

Zusätzlich kann ich die (geschlossene) Facebook-Gruppe  Gartenvögel  mit den dazugehörigen Untergruppen sehr empfehlen!

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Es ist Sommer! 

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